Vogelgrippe nähert sich Darmstadt
Quer durch Deutschland treibt sie sich und macht kaum halt. Die Maßnahmen erinnern an Corona-Zeiten, nur nicht für Menschen, sondern für Geflügel.
Die Vogelgrippe hat mittlerweile auch den Raum rund um Darmstadt erreicht und breitet sich im Kreis Bergstraße aus. Die ersten Fälle traten bereits vergangene Woche auf. Eine Graugans aus Lampertheim und eine Kanadagans aus Bensheim wurden gefunden.
Diese wurden „im hessischen Landeslabor positiv auf Influenza A H5 getestet“, sagt der hauptamtliche Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Matthias Schimpf. „Ob es sich hierbei um die ersten amtlichen Geflügelpestausbrüche im Kreis Bergstraße handelt, wird nun durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) abgeklärt“ so Schimpf weiter.
Virus kann sich auf Menschen übertragen
Gefahr besteht vor allem für Geflügelbetriebe. Das Virus überträgt sich in der Regel von Wildgeflügel wie Gänsen auf Hausgeflügel wie etwa Hühner. Auch Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen hätten ein hohes Ansteckungsrisiko durch den Kontakt mit Wildvögeln, so Schimpf. Auch auf Menschen kann sich die Krankheit übertragen. Das Risiko einer Übertragung wird aktuell aber als gering eingeschätzt.
Der ungeschützte Kontakt mit kranken, krankheitsverdächtigen oder verendeten Wildvögeln sollte daher vermieden werden. Für den Fall eines Kontaktes mit kranken oder toten Vögeln oder mit Vogelkot genügt ein gründliches Waschen der Hände mit warmen Wasser und Seife, um den Erreger zu inaktivieren. Zudem wird empfohlen, grundsätzlich die Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten zu beachten. Geflügelspeisen sollten gründlich durchgegart werden.
Neue Maßnahmen für Geflügelhalter
Zur Vermeidung der Einschleppung oder Verschleppung der Vogelgrippe durch Wildvögel hat der Kreis Bergstraße nun eine Allgemeinverfügung erlassen. Unteranderem wurde eine Stallpflicht für Geflügel erlassen. „Die Stallpflicht sowie die weiteren Maßnahmen stellen die derzeit verhältnismäßigste Möglichkeit dar, die Tierseuche schnell und wirksam einzudämmen beziehungsweise den Eintrag des Virus in die Hausgeflügelbestände zu reduzieren“, erklärt Dezernent Schimpf. Die neuen Maßnahmen gelten ab heute (30.10.) für alle Geflügelhalter im Kreis Bergstraße.
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